Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 

Über uns

Der Zensus ist eine Bevölkerungsbefragung. Diese ermittelt, wie viele Menschen in einem Land leben, wo sie wohnen und wie sie arbeiten. Die Ergebnisse des Zensus liefern wichtige Daten und Informationen für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Für den Zensus arbeiten die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder zusammen. Die Statistischen Ämter der Länder sind für die Durchführung der Befragung in ihrem Land zuständig.

Das Projektteam Zensus im AfS (Organigramm Zensus 2022) bereitet für Berlin und Brandenburg eine einheitliche und termingerechte Durchführung vor. Es koordiniert den Ablauf und sichert die Einhaltung der Qualitätsstandards ab.

Das Gesetz zur Verschiebung des Zensus in das Jahr 2022 und zur Änderung des Aufenthaltsgesetzes vom 3. Dezember 2020 ist am 10. Dezember 2020 in Kraft getreten. Damit steht der 15. Mai 2022 als neuer Stichtag fest. Die erforderlichen Vorbereitungen sowie Datenlieferungen und -erhebungen werden an den neuen Stichtag angepasst.

Wissen, was morgen zählt.

Gibt es in Deutschland genügend Wohnungen? Brauchen wir mehr Schulen, Studienplätze oder Altenheime? Wo muss der Staat für seine Bürgerinnen und Bürger investieren? Um diese und andere Fragen zu beantworten, führen die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder in Deutschland alle zehn Jahre einen Zensus – auch bekannt als Volkszählung – durch.

Die Methode hinter dem Projekt Zensus

Die Ergebnisse des Zensus 2011 bilden heute die Grundlage amtlicher Statistiken. Zwar werden die Daten anhand von Informationen über Geburten, Todesfälle und Ummeldungen kontinuierlich aktualisiert ("fortgeschrieben"), doch sind die Quellen dieser Anpassungen, die amtlichen Register, nicht immer präzise. Die Fortschreibungszahlen werden daher von Jahr zu Jahr ungenauer.

Wo stehen wir gerade?

01 – Jetzt. Vorbereitung

Ein Großteil der Arbeit im Projekt Zensus findet im Vorfeld statt. Die IT-Infrastruktur wird aufgestellt, die Fragebögen werden entwickelt und in einer Probefragung getestet. Den rechtlichen Rahmen für die vorbereitenden Arbeiten in Deutschland bildet das Zensusvorbereitungsgesetz 2022 (ZensVorbG 2022). Die konkrete Durchführung des Zensus wird durch das Zensusgesetz 2022 (ZensG 2022) geregelt. Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Verschiebung des Zensus am 10. Dezember 2020 steht als neuer Stichtag der 15. Mai 2022 fest. Die Verschiebung erfolgt aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, die auch die Vorbereitungen des Zensus in der öffentlichen Verwaltung betreffen.

Fragebogentests zur Gebäude- und Wohnungszählung im Jahr 2019

Pilotstudie im Jahr 2020

Verschiebung des Zensus in das Jahr 2022

Übermittlung der Eigentümerdaten zum Stichtag 01. Februar 2021 für eine flächendeckende Gebäude- und Wohnungszählung (GWZ)

Aktualisierung der Vorbefragung an Wohnheimen und Gemeinschaftsunterkünften ab April 2021

Informationen zum Digitalen Fachgespräch Zensus 2022 am 31. Mai und 1. Juni 2021
02 – Erhebung ab 2022

Zum Zensusstichtag werden die Daten aus den Melderegistern geliefert. Zusätzlich beginnen die Befragungen der Personen, die in der Stichprobe ausgewählt wurden sowie die Vollerhebung an Anschriften mit Sonderbereichen. Mit der Durchführung sind in Brandenburg die Erhebungsstellen und in Berlin im Amt für Statistik Berlin-Brandenburg die Erhebungsstelle beauftragt. Die Befragung findet überwiegend online statt. Für die Durchführung der Befragung sind Erhebungsbeauftragte zuständig.

03 – Ergebnisse

18 Monate nach dem Stichtag werden die ersten Ergebnisse des Zensus veröffentlicht. Sie sind die Quelle für die amtliche Einwohnerzahl Deutschlands. Außerdem liefern sie Daten zur Demografie der Bevölkerung und zur Wohn- und Wohnungssituation.