Lohnlücke unter Bundesdurchschnitt
In Berlin verdienten Arbeitnehmerinnen durchschnittlich 10 % weniger als ihre männlichen Kollegen, in Brandenburg waren es 2 %....
Pressemitteilung Nr. 17
Die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse unterhalb der Niedriglohnschwelle ist in den vergangenen zehn Jahren sowohl in Berlin als auch in Brandenburg deutlich zurückgegangen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt.
In Berlin gab es im April 2024 rund 251.000 Jobs im Niedriglohnbereich. 76.000 weniger als noch vor zehn Jahren im April 2014. Somit sank der Anteil der Niedriglohnbeschäftigungen von jedem vierten auf jeden siebten. Die Gesamtbeschäftigung stieg im gleichen Zeitraum von 1,44 Millionen auf 1,78 Millionen.
In Brandenburg zeigte sich eine ähnliche Entwicklung: Hier lag im April 2024 nur noch jedes sechste Beschäftigungsverhältnis unterhalb der Niedriglohnschwelle, während es 2014 noch jedes dritte war. Auch hier gab es einen Anstieg der Gesamtbeschäftigung um rund 59.000 Jobs.
Zum Vergleich: Deutschlandweit sank die Zahl der Niedriglohnbeschäftigungen ebenfalls, von 7,65 Millionen auf 6,3 Millionen. In Westdeutschland reduzierte sie sich von 5,98 Millionen auf 5,4 Millionen, während in Ostdeutschland (ohne Berlin) der Rückgang besonders stark war, von 1,67 auf 0,9 Millionen. Brandenburg liegt damit nahe am ostdeutschen Durchschnitt, während Berlin inzwischen unter dem Bundesniveau liegt.
Methodische Hinweise
Dies sind Ergebnisse der Verdiensterhebung für April 2024, welche mit den Ergebnissen der Verdienststrukturerhebung für den Berichtsmonat April 2014 verglichen wurden.
Zum Niedriglohnsektor zählen alle Beschäftigten ohne Auszubildende der Abschnitte A bis S der WZ 2008, denen im April 2024 ein Verdienst gezahlt wurde und deren Verdienst weniger als 13,79 EUR pro Stunde betrug. Die Niedriglohnschwelle liegt bei zwei Dritteln des Medianverdienstes aller einbezogenen abhängigen Beschäftigungsverhältnisse. Im April 2014 lag die Niedriglohnschwelle bei 11,09 EUR.
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